Meine Stadt

Diese Inhalte interessieren besonders in der Stadt Wildeshausen. (aktiv)

Mein Umland

Diese Inhalte sind für andere Orte interessant, könnten aber auch in der Stadt Wildeshausen interessieren.

Meine N@chbarn

Lassen Sie sich Inhalte anderer Portale auf mein-wildeshausen.de anzeigen, die für andere Orte interessant sind. Wählen Sie einen oder mehrere aus und gehen dann auf "Auswahl anzeigen".

Artikelansicht

Mi 29.4.2009 14.37 Uhr | Christian Schwarz | Alle Artikel

Ein "Rettungsring" für Opfer


Gemeinwesen | Blaulicht

Joachim Milde (2.v.l.) bei seiner Amtseinführung BILD: MILDE/NWZ - Christian Schwarz
Joachim Milde (2.v.l.) bei seiner Amtseinführung BILD: MILDE/NWZ
Nordenham / Wesermarsch - Der "Weiße Ring" bekennt Farbe. Farbe für die Opfer von Kriminalität. Seit 1976 gibt es den Verein, der sich der Opferhilfe, der Kriminalitätsvorbeugung sowie der Unterstützung von Schadenswiedergutmachungs- und Täter-Opfer-Ausgleichsprojekten verschrieben hat. Der "Weiße Ring" ist in 18 Landesverbände gegliedert, in denen es insgesamt 420 Außenstellen gibt. Leiter der Außenstelle Wesermarsch ist seit vergangenem Dienstag der ehemalige Chef des Nordenhamer Polizei-Kommissariats, Joachim Milde.

Dass die Arbeit des "Weißen Rings" notwendig ist, zeigt auch die diplomatisch formulierte Aussage von Landrat Michael Höbrink: "Der Gesetzgeber engagiert sich nicht im Übermaß für die Opfer", sagte er am Dienstag im Kreishaus in Brake. Und dass es natürlich auch in der Wesermarsch Opfer gibt, bestätigte der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, Rolf Sprinkmann. Er sprach für das Jahr 2007 von 6000 Straftaten. "Jahr für Jahr werden in der Wesermarsch 1000 Menschen Opfer von Gewalttaten", so Sprinkmann.

Was kann der Verein für Opfer tun? Er berät, leistet Beistand und Betreuung nach einer Straftat oder leistet finanzielle Hilfe. Und es geht ihm um eine Neubewertung des Opferbegriffs in der öffentlichen Wahrnehmung. "Der Opferschutz hat längst nicht den Stellenwert, den er verdient hätte", beklagt Rolf Sprinkmann. Opfer zu sein, sei "offenkundig ein Stigma", unter Jugendlichen gar ein Schimpfwort.

Dabei hinterließen Straftaten neben zum Teil offensichtlichen körperlichen Schmerzen auch seelische. Und dabei muss es sich nicht einmal um Gewaltdelikte handeln. Auch ein Einbruchdiebstahl könne das Opfer traumatisieren, erklärte Sprinkmann. Denn in diesem Falle habe sich ein Fremder im Lebensmittelpunkt der Opfer aufgehalten, was einige nicht verarbeiten könnten.

Wie lautet Ihre Meinung?
Werden Opfer in Deutschland nicht ausreichend geschützt und mit ihren Erfahrungen allein gelassen?
Haben Sie ähnliche Erfahrungen selbst oder in Ihrem Umfeld erlebt?
Was kann gegen die gesellschaftliche Abwertung des Begriffes "Opfer" getan werden?
Was können über den "Weißen Ring" und seine Arbeit sagen?

Diskutieren Sie über die Kommentarfunktion oder im Forum!

Quellen:
Berichterstattung von Jens Milde in der Nordwest-Zeitung vom 29. April 2009
www.weisser-ring.de

Schlagworte: Weißer Ring, Prävention, Hilfe, Kriminalität

Geschrieben auf: mein-edewecht.de



Tipp der Woche

Autorenprofil

Christian Schwarz
Moderator
Christian Schwarz
mein-edewecht.de
offline


19Freunde
9Gruppen
418Artikel
13Alben
729Bilder
322Kommentare
118Forenbeiträge


Aktuelle Alben

Alle Alben

Anzeige

Kommentare


Forenbeiträge


Druckausgaben

"Mein Wildeshausen" auf Papier finden Sie hier.
 
Lade Daten ...